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SMART-Ziele

Was sind SMART-Ziele? Bedeutung, Kriterien und ein Beispiel

SMART-Ziele sind spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Die fünf Kriterien als Tabelle mit Prüffragen, ein Beispiel von vage zu SMART, Dorans Original von 1981 und die Grenzen der Methode.

Von Marina5 Min. Lesezeit
Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit leeren Karoseiten und ein Bleistift auf einem Holztisch
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Ziele scheitern selten an der Motivation, viel öfter daran, dass sie vage bleiben. Die SMART-Methode macht aus „Ich will fitter werden“ einen Plan, den du wirklich umsetzen kannst.

Was sind SMART-Ziele?

SMART-Ziele sind Ziele, die fünf Kriterien erfüllen: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Jeder Buchstabe ist eine Frage, die du deinem Ziel stellst, bevor du loslegst.

So bleibt ein Ziel keine vage Absicht. Am Ende weißt du, was genau du tust, bis wann und woran du merkst, dass du angekommen bist.

Wofür steht SMART? Die fünf Kriterien mit Beispiel

Heute steht SMART meist für Specific, Measurable, Achievable, Relevant und Time-bound. In der Tabelle wird aus einem vagen Ziel Zeile für Zeile ein SMART-Ziel.

Buchstabe Bedeutung Die Frage dazu Von vage zu SMART
S Spezifisch Was genau will ich erreichen? „fitter werden“ → „regelmäßig laufen“
M Messbar Woran merke ich, dass ich es geschafft habe? → „dreimal pro Woche 30 Minuten laufen“
A Erreichbar Schaffe ich das mit meiner Zeit, Kraft und Erfahrung? Bisher zweimal 15 Minuten pro Woche, dreimal 30 sind machbar
R Relevant Warum will ich das, und passt es gerade in mein Leben? → „damit ich im Sommer 10 Kilometer schaffe“
T Terminiert Bis wann? → „bis zum 15. März“

Das fertige Ziel: „Ich laufe bis zum 15. März dreimal pro Woche 30 Minuten, damit ich im Sommer 10 Kilometer schaffe.“

Wenn du bei einem Buchstaben hängst, helfen diese Fragen weiter:

  • S: Was will ich erreichen? Warum ist es mir wichtig? Wer ist beteiligt? Was brauche ich dafür, und was steht mir im Weg?
  • M: Wann gilt das Ziel als erreicht? Welche Zahl zeigt es mir (Kilometer, Kilo, Euro, Seiten)?
  • A: Hat das schon mal jemand geschafft? Wie würde ich vorgehen? Habe ich genug Zeit, Geld und Erfahrung? Was könnte mich aufhalten?
  • R: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Ist es den Aufwand wert? Passt es zu meinen anderen Zielen?
  • T: Bis wann will ich es geschafft haben, und ist die Frist für den Aufwand realistisch?

Wenn ein Ziel bei A unerreichbar wirkt, setz dir ein Zwischenziel. Und wenn du bei R unsicher bist, probier das Ziel ein paar Wochen aus. Danach spürst du meist, ob es dir den Aufwand wert ist.

Welches SMART ist das richtige?

Es gibt mehrere Versionen, und alle meinen im Kern dasselbe. Das Kürzel stammt von George T. Doran, einem Berater, der es 1981 in der Zeitschrift Management Review vorgestellt hat. Er schrieb für Führungskräfte in Unternehmen.

Buchstabe Doran 1981 Heute meist
S Specific (spezifisch) Specific (spezifisch)
M Measurable (messbar) Measurable (messbar)
A Assignable (wer kümmert sich darum?) Achievable (erreichbar)
R Realistic (realistisch) Relevant (relevant)
T Time-related (zeitbezogen) Time-bound (terminiert)

Oft wird Relevant auch durch Realistisch ersetzt, und statt Achievable liest du manchmal Attainable, was ebenfalls „erreichbar“ heißt. Für ein persönliches Ziel nimm die heutige Version. Dorans „Assignable“ ist nur dann nützlich, wenn mehrere Leute an einem Ziel arbeiten.

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Warum funktioniert die SMART-Methode?

Weil sie dich zu einem konkreten Ziel zwingt. Die Psychologen Edwin Locke und Gary Latham haben 35 Jahre Forschung zur Zielsetzung zusammengefasst: Konkrete, anspruchsvolle Ziele führen zu mehr Leistung als ein „Ich gebe mein Bestes“.

Was diese Forschung nicht zeigt: dass genau das Kürzel SMART besser wirkt als andere Arten, ein Ziel konkret zu machen. SMART ist eine praktische Checkliste. Ein wissenschaftlich geprüftes Rezept ist es nicht.

Sobald dein Ziel steht, kannst du es auf einem Vision Board festhalten, zusammen mit dem „Warum“ dahinter. So hast du beides jeden Tag vor Augen.

Was spricht für SMART-Ziele, was dagegen?

Für ein persönliches Ziel bringt SMART vor allem Klarheit. Dafür lässt die Methode wenig Platz für Stimmung, Zufall und große Träume.

Vorteile Nachteile
Du weißt genau, was zu tun ist. Ein fester Plan macht unflexibel, wenn sich dein Leben ändert.
Du siehst deinen Fortschritt in Zahlen. Tunnelblick: Neue Chancen am Wegrand übersiehst du leicht.
Ziele, die den Aufwand nicht wert sind, fallen früh raus. Müdigkeit, Stimmung und schlechte Wochen kommen im Plan nicht vor.
Start und Frist sind klar, Aufschieben fällt schwerer. Wer nur Messbares plant, macht große Ziele mit der Zeit kleiner.

Funktioniert SMART auch für langfristige Ziele?

Ja, aber mit mehr Spielraum. Am besten funktioniert SMART bei Zielen für die nächsten Wochen oder Monate, bei denen sich die Details planen lassen.

Für ein Ziel in drei Jahren gilt: Lass den Traum ruhig groß und bildhaft stehen, zum Beispiel auf deinem Vision Board. SMART formulierst du nur den nächsten Schritt. Den prüfst du regelmäßig und passt ihn an, wenn sich dein Leben ändert.

Wie geht es weiter?

Mit der Definition allein ist noch kein Ziel erreicht. Diese Beiträge helfen dir beim Umsetzen:

Wenn du dein Ziel lieber als Bild vor Augen hast, findest du bei unseren Vision-Board-Vorlagen einen Anfang. Behalte es im Blick und prüf alle paar Wochen, ob der nächste Schritt noch stimmt.

Häufig gestellte Fragen

Was sind SMART-Ziele?

SMART-Ziele sind Ziele, die fünf Kriterien erfüllen: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Aus „Ich will fitter werden“ wird so zum Beispiel „Ich laufe bis zum 15. März dreimal pro Woche 30 Minuten“. Du weißt dann, was du tust, bis wann und woran du merkst, dass du es geschafft hast.

Wofür steht die Abkürzung SMART?

Heute meist für Specific, Measurable, Achievable, Relevant und Time-bound, auf Deutsch spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Erfunden hat das Kürzel George T. Doran 1981 in der Zeitschrift Management Review. Bei ihm stand A für Assignable (wer kümmert sich darum?), R für Realistic und T für Time-related.

Was ist der Unterschied zwischen Relevant und Realistisch?

Relevant fragt, ob dir das Ziel wirklich wichtig ist und gerade in dein Leben passt. Realistisch fragt, ob du es mit deiner Zeit, Kraft und deinem Geld schaffen kannst. Viele Versionen setzen Realistisch an die Stelle von Relevant. Für persönliche Ziele lohnen sich beide Fragen.

Ist SMART immer der beste Weg, Ziele zu setzen?

Nein. SMART passt gut zu Zielen mit einem klaren Ergebnis, etwa laufen, sparen oder eine Prüfung bestehen. Bei großen Lebensträumen oder wenn du erst herausfinden willst, was du willst, kann die Methode zu eng werden. Dann hilft es, den Traum groß stehen zu lassen und nur den nächsten Schritt SMART zu formulieren.

Funktionieren SMART-Ziele auch für langfristige Ziele?

Ja, aber mit mehr Spielraum. Je weiter das Ziel weg ist, desto weniger lässt sich planen. Formuliere das Jahresziel grob und setz dir SMART-Zwischenziele für die nächsten Wochen. Die prüfst du regelmäßig und passt sie an.

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